Kapsel statt Operation? Neue Behandlungsmöglichkeit für tenosynoviale Riesenzelltumoren
Auf der Sarkomkonferenz 2026 in Berlin gab es laut Prof. Maya Niethard spannende Neuigkeiten für Patient*innen mit tenosynovialen Riesenzelltumoren (TGCT): Seit einigen Monaten gibt es für TGCT, die Beschwerden verursachen, aber nicht gut mit einer Operation zu behandeln sind, die Möglichkeit einer Therapie, die als Kapsel eingenommen wird.
Von TGCT sind oft relativ junge Menschen betroffen, die Diagnose ist meist nicht leicht zu stellen. Obwohl es sich um gutartige Tumore handelt, empfehlen erfahrene Tumororthopäd*innen die Vorstellung in einem Sarkomzentrum. Hier wird die Diagnose abgesichert und können in Abhängigkeit von der Ausprägung des TGCT geeignete Behandlungsstrategien geprüft werden. Bis vor Kurzem stand die Operation bei der Behandlung stets im Vordergrund, doch inzwischen gibt es auch einen zugelassenen Wirkstoff, der in Form einer Kapsel eingenommen wird und auch langfristig zu einer Besserung der Symptome führen kann [Bauer 2025].
Prof. Niethard, Leiterin des Sarkomzentrums und der Tumororthopädie am Universitätsklinikum Regensburg, betont die Wichtigkeit der Zusammenarbeit der verschiedenen Fachbereiche im Sarkomzentrum, um gemeinsam mit den Patient*innen den Therapieweg zu erarbeiten, der am besten zur Situation des Betroffenen passt.
Im Gespräch: Prof. Dr. med. Maya Niethard (Regensburg)
Zuletzt aufgerufen am: 20.07.2026 15:03