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Neue Studienergebnisse zu Brustkrebs: Hormonersatztherapie und Erhalt der Fruchtbarkeit
Die Expertin gibt einen Überblick über zwei praxisrelevante Studien, die auf dem San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) vorgestellt wurden. Darin wurde die Hormonersatztherapie nach Entfernung der Eierstöcke bzw. die Anwendung von Fruchtbarkeits-erhaltenden Maßnahmen untersucht.
Bei Vorliegen einer Mutation in den BRCA-Genen wird Frauen eine vorbeugende Entfernung der Eierstöcke empfohlen, da das Risiko für Eierstockkrebs durch diese Genveränderungen stark erhöht wird. Um das abrupte Ausbleiben der weiblichen Sexualhormone auszugleichen, kann eine Hormonersatztherapie verabreicht werden. Prof. Park-Simon bespricht eine aktuelle Studie, die untersuchte, ob diese Hormonersatztherapie das Brustkrebsrisiko steigern könnte [1]. Weiterhin stellt die Expertin die PREFER-Studie vor, die Fruchtbarkeits-erhaltende Maßnahmen (Medikamente, Kryokonservierung von Eizellen, Stimulation der Eierstöcke) bei jungen Frauen unter Chemotherapie thematisierte [2].
Im Gespräch: Prof. Dr. Tjoung-Won Park-Simon (Hannover)
Literatur [1] Kotsopoulos J et al. SABCS Congress 2025, abstract no. GS3-01 [2] Lambertini M et al. SABCS Congress 2025, abstract no. GS3-02
Prof. Dr. Bahriye Aktas (Leipzig) im Interview – SABCS 2025
Die Flüssigkeitsbiopsie oder Liquid Biopsy wird bislang vor allem im metastasierten Stadium von Brustkrebs in der Therapiepraxis eingesetzt. Prof. Aktas berichtet von Studien, die nun auch beim frühen Brustkrebs testen, inwieweit diese Methode die individuelle Therapie in Zukunft verbessern könnte.
Prof. Dr. Rachel Würstlein (München) im Patienteninterview – SABCS 2025
Im Dezember fand das San Antonio Breast Cancer Symposium in den USA statt, eines der wichtigsten internationalen Treffen von Brustkrebs-Forschenden. Im Interview erklärt die Expertin, welche neuen Behandlungsoptionen in Zukunft eingesetzt werden und welche neuen Ergebnisse es zu begleitenden Therapien gibt.
Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Derzeit erkrankt eine von acht Frauen im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Dabei steigt das Risiko mit zunehmendem Alter. Jüngere Frauen sind nur selten betroffen, erst ab dem 40. und besonders ab dem 50. Lebensjahr erhöht sich das Risiko, um ab ca. 70 Jahren wieder abzusinken. Wir haben für Sie Informationen zu Diagnose, Therapie und Nachsorge von Brustkrebs zusammengestellt.