Das Hormonrezeptor-positive Mammakarzinom stellt mit etwa 70% aller Fälle den Großteil der Brustkrebs-Unterformen dar. Eine Hormontherapie kann bei diesen Patientinnen das Rückfallrisiko senken. Im Interview erklärt Prof. Fasching, Oberarzt der Frauenklinik am Universitätsklinikum Erlangen, wie diese Behandlung durch Hinzunahme weiterer Wirkstoffe noch effektiver wird.
Sogenannte CDK4/6-Inhibitoren (Abemaciclib, Ribociclib) hemmen die Zellteilung und werden bei Hormonrezeptor-positivem Brustkrebs mit einer Hormontherapie kombiniert. Durch dieses „in die Zange nehmen“ von zwei Seiten, wird der Krebs effektiv bekämpft und ein erneutes Wachstum verhindert, wie Prof. Fasching ausführt. Nebenwirkungen, die unter dieser Behandlung auftreten, sind unter anderem Hitzewallungen und Haarausfall, diese wirken sich aber nach neuen Ergebnissen nicht stark auf die Lebensqualität der Betroffenen aus.
Im Gespräch: Prof. Dr. Peter A. Fasching (Erlangen)
Prof. Dr. Michael P. Lux (Paderborn) im Interview – DKK 2026
Bei Tumoren der Brust ist die personalisierte Medizin sehr weit fortgeschritten und gut wirksam, so Prof. Lux im Interview. Für eine solche individuelle Therapie müssten allerdings bestimmte Tests durchgeführt werden, was noch nicht immer bei jeder Patientin passiert. Der Experte erläutert, warum die Testung so essenziell ist und wie Betroffene selbst Einfluss nehmen können.
Prof. Dr. Park-Simon (Hannover) im Interview – SABCS 2025
Die Expertin gibt einen Überblick über zwei praxisrelevante Studien, die auf dem San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) vorgestellt wurden. Darin wurde die Hormonersatztherapie nach Entfernung der Eierstöcke bzw. die Anwendung von Fruchtbarkeits-erhaltenden Maßnahmen untersucht.
Prof. Dr. Bahriye Aktas (Leipzig) im Interview – SABCS 2025
Die Flüssigkeitsbiopsie oder Liquid Biopsy wird bislang vor allem im metastasierten Stadium von Brustkrebs in der Therapiepraxis eingesetzt. Prof. Aktas berichtet von Studien, die nun auch beim frühen Brustkrebs testen, inwieweit diese Methode die individuelle Therapie in Zukunft verbessern könnte.