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Gebärmutterkörperkrebs: Personalisierte Therapie durch Biomarker
Das Verständnis des Endometriumkarzinoms (Gebärmutterkörperkrebs) sei in den letzten Jahren wesentlich besser geworden, so Prof. Ataseven im Interview. Eine genauere Charakterisierung der Tumore durch sogenannte Biomarker kann mittlerweile die Therapie verändern und Heilungschancen vorhersagen. Die Expertin erklärt hierzu aktuelle Studien und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
In der PORTEC-4a-Studie wurden Patientinnen nach ihrem individuellen Biomarker-Profil personalisiert behandelt [1]; je nachdem, welche molekularen Marker gefunden wurden, wurde die Bestrahlung des Tumors weggelassen, normal durchgeführt oder sogar intensiviert. Prof. Ataseven bespricht die Ergebnisse der Studie sowie weitere aktuelle Entwicklungen in der Therapie des Endometriumkarzinoms wie Immuntherapie und Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (antibody drug conjugates, ADCs).
Im Gespräch: Prof. Dr. Beyhan Ataseven (Ostwestfalen-Lippe)
Literatur
[1]Van Den Heerik AS, et al. ESGO Congress 2026, abstr. no. #1242 / MO4-3
Prof. Dr. Viola Heinzelmann-Schwarz (Basel) im Interview – ESGO 2026
Die Beteiligung der Patientinnen spielte auf dem ESGO-Kongress eine wichtige Rolle. Prof. Heinzelmann-Schwarz zieht hier ein Resümee und beschreibt, wie gute Kommunikation zwischen Betroffenen und Ärzt*innen gelingen kann. Außerdem geht die Expertin auf langfristige Nebenwirkungen und ihre Auswirkungen für Überlebende ein.
Frau Prof. Bahriye Aktas spricht im Statement über die Bedeutung der Entwicklungen bei Diagnostik und Therapie des Endometriumkarzinoms für die Prognose, Risikoeinschätzung und Therapieplanung.
Prof. Dr. Philipp Harter (Essen) im Interview – ESGO 2026
Die Operation zur Entfernung eines Ovarialkarzinoms stellt für Patientinnen eine enorme Belastung dar, die der Experte mit einem Marathonlauf vergleicht. Die KORE-Studie untersuchte nun, ob ein intensives prä-operatives Programm Patientinnen besser auf die OP vorbereiten und die Erholungsphase verkürzen kann.