Alle zwei Jahre versammeln sich onkologische Expertinnen und Experten aus Klinik und Praxis in Deutschland, um anlässlich des Deutschen Krebskongresses (DKK) über aktuelle Forschungsergebnisse zu diskutierten. Der DKK lockt über 10.000 Teilnehmende, die die Zeit für einen intensiven Austausch über Fortschritte in der Krebsmedizin nutzen.
Deutscher Krebskongress 2026
18.02.- 21.02. 2026 | Berlin
Unter dem Motto „zusammen – gezielt- zukunftsfähig“ tauschen sich auf dem 37. Deutschen Krebskongress (DKK) Beteiligte aus Medizin, Pflege, Forschung und Politik unter enger Einbindung der Betroffenenorganisationen über die Onkologie der Zukunft aus. Kongresspräsidentin Prof. Dr. Anke Reinacher-Schick betont in ihrem Grußwort die Bedeutung einer starken Nachwuchsförderung und eines ganzheitlichen, patientenzentrierten Blicks auf Forschung und Versorgung. Themen wie künstliche Intelligenz, innovative Therapien, Versorgungsgerechtigkeit und die Herausforderungen einer zunehmenden Vielfalt der Betroffenen stehen dabei im Mittelpunkt.
Hier berichtet das ONKO-INTERNETPORTAL vom DKK 2026.
Kongresspräsidentin Prof. Dr. Anke Reinacher-Schick (Bochum) im Interview – DKK 2026
Prof. Reinacher‑Schick, Kongresspräsidentin des DKK 2026, zieht eine positive Bilanz: Das Motto „zusammen – gezielt – zukunftsfähig‘ hat den Kongress geprägt. Der interdisziplinäre Austausch spielte eine wichtige Rolle, Überlegungen zu einer nachhaltigen, innovativen und patientenzentrierten Onkologie standen im Fokus und die Bedeutung der Nachwuchsförderung wurde hervorgehoben.
Prof. Dr. Sylvie Lorenzen (München) im Interview – DKK 2026
Die Therapie des mCRC befindet sich im Wandel: Prof. Lorenzen gibt einen Überblick über den derzeitigen Stand der Behandlung und die aktuellen Leitlinien. Sie erörtert Faktoren der Therapiewahl und geht insbesondere auf relevante Biomarker ein. Außerdem bespricht die Expertin die Chancen und Risiken des Einsatzes von zwei Kinase-Inhibitoren.
Prof. Dr. Michael P. Lux (Paderborn) im Interview – DKK 2026
Auf dem Deutschen Krebskongress wurden die neuesten Entwicklungen in der Therapie des Mammakarzinoms diskutiert. Im Interview beleuchtet Prof. Lux die Rolle von Biomarkern in der adjuvanten und metastasierten Situation. Ein zentrales Thema ist zudem der Stellenwert von genetischen Untersuchungen wie dem BRCA-Test und die Versorgungsrealität in Deutschland.
Dr. C. Benedikt Westphalen (München) im Interview – DKK 2026
Im Rahmen des Tracks „Präzisionsonkologie und neue Substanzen“ wurden auf dem DKK zukunftsträchtige Entwicklungen vorgestellt. Dr. Westphalen spricht zu KI-basierten Biomarkern und wie diese einzusetzen sind; zusätzlich erklärt der Experte die Chancen durch Entitäts-übergreifende Wirkstoffe, die unabhängig von Tumorlokalisation und -histologie sind.
Prof. Dr. Annette Hasenburg (Mainz) im Interview – DKK 2026
Die Highlight-Sitzung zum Ovarialkarzinom beim diesjährigen Deutschen Krebskongress drehte sich u.a. um neue Therapieansätze beim Rezidiv, den Einsatz einer neoadjuvanten Behandlung und Maßnahmen zur Prävention. Aber auch Themen wie Nachhaltigkeit und Nachwuchsförderung in der gynäkologischen Onkologie wurden auf dem DKK 2026 diskutiert.
Prof. Dr. Sylvie Lorenzen (München) im Interview – DKK 2026
In der Therapie des Magenkarzinoms gewinnen Biomarker wie MSI, HER-2, Claudin 18.2 oder PD-L1 immer mehr an Bedeutung. Die Expertin erläutert die wichtigsten Entwicklungen dieser Biomarker-basiertenBehandlungsformen, fasst relevante Studien zusammen und führt an, wo mit neuen Zulassungen zu rechnen ist.
Prof. Dr. Andreas Dietz (Leipzig) im Interview – DKK 2026
Durch den Einzug der peri-operativen Immuntherapie wird die Interdisziplinarität bei Kopf-Hals-Tumoren immer wichtiger. Im Interview bespricht Prof. Dietz diese Entwicklung, sowie die Chancen und Risiken der neoadjuvanten Behandlung. Außerdem erörtert der Experte die neu zugelassene PD1-Inhibitor-Therapie beim Nasopharynxkarzinom.
Die Präzisionsonkologie erhielt erstmalig einen eigenen Track beim Deutschen Krebskongress. Im Interview gibt die Sprecherin der AIO-Arbeitsgruppe Molekulare und translationale Onkologie, Dr. Pretzell, einen Einblick in die Interdisziplinäre Tumorboard-Sitzung und die aktuellen Tätigkeiten der AIO. Zudem beleuchtet die Expertin die Rolle der Geschlechtersensibilität im molekularen Tumorboard.
Prof. Dr. Michael P. Lux (Paderborn) im Interview – DKK 2026
Bei Tumoren der Brust ist die personalisierte Medizin sehr weit fortgeschritten und gut wirksam, so Prof. Lux im Interview. Für eine solche individuelle Therapie müssten allerdings bestimmte Tests durchgeführt werden, was noch nicht immer bei jeder Patientin passiert. Der Experte erläutert, warum die Testung so essenziell ist und wie Betroffene selbst Einfluss nehmen können.
Prof. Dr. Michael Thomas (Heidelberg) im Interview – DKK 2026
Wenn in der Lunge ein Tumor entdeckt wird, ist der erste Schock groß. Dennoch ist es essenziell, sich auf Gespräche mit den behandelnden Ärztinnen/Ärzten vorzubereiten, um eine bestmögliche Therapie zu erhalten. Prof. Thomas gibt Ratschläge, wie man sich als Betroffener an diese Unterredung herantreten sollte.
Dr. C. Benedikt Westphalen (München) im Interview – DKK 2026
Obwohl Tumoren in den unterschiedlichsten Geweben des Körpers entstehen können, weisen sie teilweise die gleichen Veränderungen auf DNA- oder Zellebene auf. Sogenannte Tumor-agnostische Therapeutika zielen auf diese Veränderungen und können deshalb bei verschiedensten Krebsarten eingesetzt werden. Dr. Westphalen erläutert die Funktionsweise dieser Wirkstoffe und was dies für Betroffene bedeutet.
Prof. Dr. Andreas Dietz (Leipzig) im Interview – DKK 2026
Etwa jeder zweite Betroffene sogenannter Kopf-Hals-Tumore verstirbt an dieser Erkrankung, wie Prof. Dietz im Interview ausführt. Durch das neue Therapiekonzept der peri-operativen Immuntherapie bestehe aber nun viel Grund zur Zuversicht. Der Experte erläutert außerdem, welche Rolle Humane Papillomviren (HPV) bei der Entstehung dieser Krebsart spielen und wie eine Impfung davor schützen kann.
Prof. Dr. Annette Hasenburg (Mainz) im Patienteninterview – DKK 2026
Die Keynote Lecture von Prof. Dr. Hasenburg auf dem DKK 2026 drehte sich um das Mitwirken von Patient*innen bei deren Krebsbehandlung. Eine große Chance sieht die Expertin in der bereits umfangreichen Beteilung von Betroffenen in inter-/nationalen Gremien. Dennoch gilt es die Integration von Patient*innen und Angehörigen zu stärken. Zudem sieht Prof. Hasenburg Handlungsbedarf bei der Nachsorge.