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Eierstockkrebs, Ovarialkarzinom - Ursache und Risikofaktoren
Das Risiko, an Eierstockkrebs zu erkranken, scheint mit dem Alter anzusteigen. Umwelt- und Ernährungsfaktoren, Unfruchtbarkeit und Kinderlosigkeit spielen wahrscheinlich ebenfalls eine Rolle. Schwangerschaften und die Einnahme der „Pille“ senken dagegen das Risiko.
Zudem sind bestimmte Genveränderungen (Mutationen) bekannt, die das persönliche Risiko der Trägerin erhöhen, an Brust- oder Eierstockkrebs zu erkranken. Man sagt dann, bei der Patientin liegt eine erbliche Disposition vor. Das bedeutet, es gibt Gene, die für das in manchen Familien gehäufte Auftreten von Eierstockkrebs und auch Brustkrebs verantwortlich sind. Am besten erforscht sind die Gene BRCA-1und BRCA-2 (BReast CAncer), auch als „Brustkrebsgene“ bekannt. Etwa 10 bis 45 Prozent der Frauen mit einer mutierten Form dieser Gene erkranken im Laufe ihres Lebens an Eierstockkrebs.
Die Mechanismen der Tumorentstehung und der Tumorbiologie von Eierstockkrebs, Eileiterkrebs und Bauchfellkrebs sind identisch, daher orientieren sich alle Konzepte an den Empfehlungen für Eierstockkrebs und werden auch so abgehandelt.
Bei Eierstockkrebs gibt es keine typischen Beschwerden, die auf eine Krankheit hinweisen. Es gibt jedoch Anzeichen, auf die Sie achten können. Hier finden Sie wichtige Hinweise.
Bei Eierstockkrebs muss mit verschiedenen Spätfolgen gerechnet werden- darunter Verlust der Gebärmutter, vorzeitige Wechseljahre oder Inkontinenz. Hier finden Sie relevante Informationen.
Die vorsorgliche Entfernung der Eierstöcke hat für Frauen mit BRCA-Mutationen und Brustkrebs in der Vorgeschichte offenbar keine nachteiligen Langzeitfolgen, aber kann vermutlich Leben retten.
Rückfälle sind bei der Erkrankung im fortgeschrittenen Stadium häufig. Aber je länger die Erstdiagnose zurückliegt, desto größer werden die Überlebenschancen.