Hautkrebsmonat: Warum UV Schutz unverzichtbar ist
Frühzeitiger Sonnenschutz ist wichtiger denn je, denn die UV-Strahlung nimmt immer weiter zu und ist Hauptursache für Hautkrebs. Die Zahl der Hautkrebs-Neuerkrankungen steigt in Deutschland und weltweit seit Jahren kontinuierlich an. Die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie (ADO) empfiehlt daher einen bewussten Umgang mit der Sonne und umfassenden UV-Schutz.
In sozialen Netzwerken tauchen derzeit vermehrt falsche Behauptungen über Sonnenschutz und UV-Strahlung auf. Sonnencreme ist keineswegs schädlicher als UV-Strahlung. Wissenschaftlich belegt ist, dass konsequenter UV‑Schutz – etwa durch Kleidung, Sonnenbrille und durch Sonnenschutzmittel – das Hautkrebsrisiko deutlich senken kann. Die weltweit steigende Zahl an Hautkrebsfällen ist nicht, wie in sozialen Netzwerken oftmals fälschlich behauptet wird, auf die Nutzung von Sonnenschutzmitteln zurückzuführen, denn die sind getestet und die Krebsgefahr wurde als unbedenklich eingestuft. Zwei Milligramm pro Quadratzentimeter Haut werden empfohlen, damit die Haut geschützt ist. Regelmäßiges Nachcremen wird empfohlen, v.a. nach Abrieb z.B. durch Schwimmen oder starkes Schwitzen. Nicht richtig ist, dass ein zweites Mal eincremen den Lichtschutzfaktor verdoppelt.
Die Vitamin-D-Aufnahme durch die Haut funktioniert auch noch, wenn Sonnenschutz verwendet wird. Aktuelle Studien belegen, dass Sonnenschutzmittel kaum einen Vitamin-D-Mangel verursachen.
Natürliche Öle wie Kokos- oder Olivenöl schützen dagegen nicht vor UV-Strahlung, so dass deren Nutzung ausgeprägten Sonnenbrand zur Folge haben kann. Sonnenbrände sollten unbedingt vermieden werden, da sie das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, nachweislich erhöhen. Je stärker die Strahlung, desto schneller kann ungeschützte Haut geschädigt werden.
Auch an bewölkten Tagen gelangen UV‑Strahlen durch die Wolkendecke, weshalb UV-Schutz auch dann notwendig bleibt. Gegen den Mythos, dass durch Sonnenbrillen schneller Sonnenbrand verursacht werden soll oder die Melaninproduktion eingeschränkt werde, setzt sich immer stärker die Erkenntnis durch, wie wichtig der UV-Schutz der Augen ist, um mögliche Schäden wie Hornhaut- oder Bindehautentzündungen und Grauen Star zu verhindern oder das Entstehen der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) hinauszuzögern.
Da die Zahl der Hautkrebsfälle seit Jahren steigt, empfehlen Ärzt*innen einen bewussten Umgang mit der Sonne: ausreichend eincremen, regelmäßig nachcremen, in der Mittagszeit die Sonne meiden und besonders Babys und Kinder frühzeitig schützen. Der tägliche UV‑Index mit Werten von 1 bis 11 im Tagesverlauf hilft, die UV-Strahlung einzuschätzen. Je stärker die Strahlung, desto schneller kann ungeschützte Haut geschädigt werden.
Quelle:
„Gefährliche Trends und Fake News zum Thema UV-Schutz!“ Hautkrebsmonat Mai - Frühzeitiger Sonnenschutz ist entscheidend. Pressemitteilung für die ADO 2026 – Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) und der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) vom 07.05.2026. https://ado-kongress.de/allgemeine-informationen/presse, letzter Aufruf 11.05.2026
Zuletzt aufgerufen am: 12.06.2026 00:31